Selbst-Hilfe-Verband für neurologisch
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Bundesverband |
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Die Ware Mensch |
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so der provokante Titel des Films von Michaela Funk, der für den 23. September 1999 angekündigt war, wurde aus nicht näher bezeichneten Gründen verschoben. Der Film, der bereits im Vorfeld einige Gemüter erhitzte wurde dann am 18. November 1999 um 23:00 Uhr in der ARD ausgestrahlt. Der Film macht deutlich, daß wir keine Ethik in der Medizin brauchen, die nur einseitig Verantwortung übernehmen will. Jede Diskussion über die Möglichkeiten einer Explantation diesseits des Hirntodes, d.h. des unumkehrbaren Ausfalls der Hirnfunktionen ist m.E. dem Versuch gleichzusetzen, die Tötung eines Menschen zu legalisieren. Für mich bedeutet Ethik "in Verantwortung handeln", was sowohl den vollen medizinischen, technischen und personellen Einsatz für einen Patienten bedeutet, aber auch das Recht auf ein würdevolles Sterben beinhaltet. Dieses "in Verantwortung handeln" beschränkt sich aber nicht auf eine einmalige Entscheidung und kurz danach, sondern umfaßt den ganzen Auswirkungsbereich dieses Entschlusses. Daher halte ich z.B. die Situationen unserer Wachkomapatienten, die nach erfolgloser Rehabilitation oder die direkt aus der Akutklinik in unzureichender Weise versorgt werden als einen Verstoß gegen dieses "in Verantwortung handeln" an. Ich hoffe, daß der Film aufrüttelt und deutlich macht, daß wir bei jedem einzelnen Schicksal Verantwortung in unserer Entscheidung und dem darauffolgenden Handeln tragen müssen damit der Mensch und somit wir alle nicht zur Ware werden. |
K.E. Siegel. |
Der Film kann als VHS über die SHV-Videothek
ausgeliehen werden.
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